Mit dem Mattertaltunnel entsteht eine neue unterirdische Verbindung, die den Bahnverkehr zwischen Täsch und Zermatt sicherer, zuverlässiger und zukunftsfähiger macht. Das Projekt ersetzt die bestehende, naturgefährdete Strecke und schafft die Grundlage für einen stabilen Halbstundentakt sowie eine langfristige Betriebsverfügbarkeit.
Referenz
Mattertaltunnel

Bauherrschaft
Matterhorn Gotthard Bahn
Bildquelle: MG Bahn
Unsere Leistungen
Vorstudie (Phase 21) und Vorprojekt (Phase 31)
Ort
Täsch / Zermatt, Wallis
Ausgangslage:
Im Rahmen des STEP AS 2035 wird der Mattertaltunnel als Ersatz der bestehenden Strecke realisiert. Hauptziel der unterirdischen Verbindung ist es, die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der bestehenden, durch Naturgefahren (Steinschlag, Lawinen usw.) gefährdeten Strecke zu erhöhen und den Aufwand für den Unterhalt und den Substanzerhalt zu verringern. Mit der neuen, direkten Verbindung soll auch der integrale Halbstunden-Takt zwischen Visp und Zermatt gesichert und die Fahrplanstabilität erhöht werden.
Auftrag:
Die Ingenieurgemeinschaft HORU, bestehend aus Gähler Partner (Federführung), Rothpletz, Lienhard + Cie AG und Schmidhalter Partner Ingenieure AG, wurde als Gesamtplaner mit der Ausarbeitung der Projektierung für die Phase 21 (Vorstudie) und die Phase 31 (Vorprojekt) beauftragt. Neben dem Ingenieurbau umfasst der Auftrag auch die gesamte Bahntechnikplanung.
Projekt:
Im Rahmen der Projektierung bearbeitet die IG HORU folgende Objekte und Projektelemente:
- Einspurtunnel (4120 m Länge) zwischen Täsch und Zermatt mit Kreuzungsstelle in Tunnelmitte
- Paralleler Sicherheitsstollen mit Querverbindungen und Technikstationen
- Baustollen Seite Zermatt, der im Endzustand als Fluchtweg genutzt wird
- Neue Doppelspurstrecke Seite Täsch und Anbindung an den bestehenden Personenbahnhof sowie den Güterbahnhof in Zermatt
- Neue Eisenbahnbrücke zur Querung der Vispa in Täsch
- Materialbewirtschaftungs- und Deponiekonzept, Aufbereitungsanlagen zur Wiederverwertung des Ausbruchsmaterials
- Rückbau Bestandesstrecke und der bestehenden Kunstbauten
- Instandsetzung bestehende Schafgrabengalerie inkl. Teilausbau auf Doppelspur
- Landschaftspflegerische Begleitplanung
- Planung der Bahntechnik Ausrüstung: Fahrbahn, Fahrstrom, Sicherungsanlagen, Technische Anlagen, Kabelplanung, Tunnellüftung