Bauherrschaft Öffentlich Status Abgeschlossen Kompetenzen Verkehrsbau
Referenz

NK 268 Umfahrung Mellingen (Abschnitt 2)

Strassen- und Werkleitungsbau Abschnitt 2, Birrfeldstrasse (K269) bis zur Lenzburgerstrasse (K 268)

Bauherrschaft

Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau

Unsere Leistungen

Überarbeitung Bauprojekt, Submission, Ausführung, Abschluss

Ort

Mellingen, Kanton Aargau

Ausgangslage:

Die Umfahrung Mellingen (NK 268) entlastet die stark befahrene Altstadt mir ihrem historischen Ortsbild sowie die Zufahrtsachsen vom Verkehr. Dadurch wurde Mellingen als regionaler Entwicklungsschwerpunkt gestärkt und die Wohn- sowie Geschäftsqualität erheblich verbessert. Vor der Realisierung der Umfahrung nutzten täglich 15'100 Fahrzeuge die Ortsdurchfahrt Mellingen, mit einem prognostizierten Anstieg auf 18'500 Fahrzeuge pro Tag bis 2025. Durch die Fertigstellung der Umfahrung konnte der Verkehr in der Altstadt erheblich reduziert werden, was zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führte. Zusätzlich wurden flankierende Massnahmen wie Signalisierungen und Markierungen umgesetzt, um die Verkehrsberuhigung weiter zu unterstützen.

Auftrag:

Im Auftrag des Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kanton Aargaus führte die Ingenieurgemeinschaft Meli die Planung und Projektierung des Projekts Umfahrung Mellingen für die Teilphasen 41 - 53 durch. Innerhalb der Ingenieurgemeinschaft übernahm Gähler Partner die Projektierung des Strassen- und Werkleitungsbau des Abschnitt 2.

Projekt:

Der Abschnitt 2 umfasst die Neuanlage von der Birrfeldstrasse (K 269) bis zur Lenzburgerstrasse (K 268). Er entlastet die Birrfeldstrasse und Lenzburgerstrasse hauptsächlich vom Durchgangsverkehr durch den Innerortsabschnitt von Mellingen. Da der Franzosengraben auf seiner gesamten Länge neugestaltet wurde und eine Querung dieses Gewässers durch die neue Umfahrungsstrasse weder ökologisch noch ökonomisch Sinn machte, gewannen bei der Strassentrassierung andere Randbedingungen an Gewicht. So rückten die Strassenlinien einerseits soweit wie möglich an die Sportanlagen im Degelmoos und anderseits so nahe wie wirtschaftlich und gestalterisch sinnvoll an die bestehende Geländekante in Richtung Lenzburgerstrasse. 

Mit dem Kreisel Lenzburgerstrasse schliesst die Umfahrungsstrasse K 268 an das bestehende Kantonsstrassennetz an. Dieser wurde dreiarmig mit einem Aussenradius von R = 36 m ausgebildet. Der Kreisel wurde auch als zweischichtiger Betonkreisel ausgeführt.

Im Abschnitt 2 mussten zudem Lärmschutzmassnahmen (Steinkorbmauer, Erddämme) und Kleintierschutzmassnahmen (Winkelelemente und Kleintierdurchlass) umgesetzt werden.

Für den Bau der Umfahrungsstrasse waren im Bereich des Abschnitts 2 aufgrund des schlechten Untergrunds umfangreiche Bodenverbesserungen notwendig. Im Bereich der Dennerböschung und im Bereich des alten Franzosengrabens musste ein Bodenersatz mit Schroppen ausgeführt werden, um die Tragfähigkeit des Untergrundes auf das erforderliche Niveau zu verbessern. Bei der Böschung beim Denner musste Aufgrund der effektiv angetroffenen geotechnischen Kennwerte und Lage des Hangwasserspiegels ein Bodenersatz in Kombination mit der Abflachung der Böschung erstellt werden, um eine dauerhaft stabile Böschung zu erreichen.