Bauherrschaft Öffentlich Status Abgeschlossen Kompetenzen Architektur-und-Tragwerk
Referenz

Militärflugplatz Emmen, Halle 7

Mit dem Neubau Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen wurde konsequent den Vorgaben des Planungskonzeptes Rechnung getragen. Der Konzeptleitsatz «Design folgt Funktionalität» wurde durch Arbeitsabläufe, Prozesse und Flugbetriebsoperationen erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde ein flexibel einsetzbares Gebäude konzipiert, welches massgeblich durch technische und betriebliche Vorgaben sowie den Dimensionen der Luftfahrtsysteme bestimmt ist

Bauherrschaft

armasuisse Immobilien 

Unsere Leistungen

Architektur  / Baumanagement und Oberbauleitung

Ort

Emmen, Kanton Luzern

Ausgangslage:

Der Neubau auf dem Militärflugplatz Emmen bündelt Fachwissen des VBS, im Bereich Aviatik und nutzt Synergien zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten. Mit der Investition von 57 Millionen Franken, bekräftigt das VBS gleichzeitig das langfristige Engagement am Aviatikstandort Emmen.

Der moderne und multifunktionale Neubau, umfasst fünf Flugzeugboxen und einen Hangar. Zudem bietet er hochqualifizierten Arbeitskräften, rund 80 Arbeitsplätze, die sich über drei Stockwerke verteilen. Zusätzlich wurde das Dachgeschoss für die Installation von Messeinrichtungen konzipiert und ausgebaut. Hauptnutzer ist der Kompetenzbereich Luftfahrtsysteme, der armasuisse (Bundesamt für Rüstung) mit zwei Fachbereichen: der Flugerprobung und dem Qualitätsmanagement/Lufttüchtigkeit. Armasuisse teilt sich den Komplex mit der Luftwaffe in den Bereichen des neuen Aufklärungsdrohnen-Systems (ADS 15) und des Luftpolizeidiensts 24 (LP24). Durch den Neubau ergeben sich wertvolle Synergien zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten des VBS.

Auftrag:

Gähler Partner entwickelte, plante und überwachte die Realisierung für diesen komplexen Hochbau im Auftrag der armasuisse.

Planungsvorgaben und bauliches Konzept: 

Mit dem Neubau, Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen, wurde konsequent den Vorgaben des Planungskonzeptes Rechnung getragen. Der Konzeptleitsatz «Design folgt Funktionalität» wurde durch Arbeitsabläufe, Prozesse und Flugbetriebsoperationen erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde ein flexibel einsetzbares Gebäude konzipiert, welches massgeblich durch technische und betriebliche Vorgaben sowie den Dimensionen der Luftfahrtsysteme bestimmt ist.  Das entwickelte Gebäudekonzept, umfasst im Erdgeschoss Durchrollboxen und Hangars für die auftragsbezogenen Tätigkeiten und die Bereitstellung von Kampfflugzeugen, Turboprop Flugzeugen, Helikopter und Drohnen. Zweckdienliche helle Büros, sowie anspruchsvolle Technikräume für Installationen von Messsystemen und Datenverarbeitung sind im Zwischen- und Obergeschoss angeordnet. Die grosse, begrünte Dachlandschaft ist mit messtechnischen Anlagen bestückt und kann sehr flexibel für Testaufbauten genutzt werden. 

Projekt:

Der Neubau, Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen (ZLE) ist parallel zur Piste angeordnet. Damit lassen sich Vorplatz und Rollfelder hindernisfrei überblicken. Der Neubau präsentiert sich als langer, rechteckiger Baukörper mit einem mittig vorgelagerten Kopfbau, geprägt von einer schlichten und funktionellen Fassade. Die hinterlüftete Fassadenkonstruktion mit Aluminium-Deckblechen und grossen farbigen und verglasten Toren ist auf Dauerhaftigkeit und geringen Unterhalt ausgelegt. Die strenge Architektur bildet die Funktionalität des gesamten Neubaus ab. Der Büro- und Sitzungszimmerbereich erreicht Minergie Standard. Zur Beheizung wird das Gebäude dem regionalen Wärmeverbund REAL angeschlossen. Für eine grosse Flexibilität in der Nutzung wurde das Zwischen- und Obergeschoss vollflächig mit einem Hohlboden ausgeführt.