Der rund 3 km lange Tunnel de Bure ist Teil der A16 "Transjurane" und umfährt die Stadt Bure. Er bildet das grösste Bauwerk der Strecke von Porrentruy zur französischen Grenze und wurde mit einer Tunnelbohrmaschine mit Schild und Tübbingeinbau in den quellfähigen Formationen des Tafeljuras vorgetrieben.
Referenz
A16 Transjurane, Tunnel de Bure

Bauherrschaft
République et Canton du Jura, Service des ponts et chaussées
Unsere Leistungen
Projektierung und Bauleitung aller Phasen.
Ort
Bure, Canton du Jura
Ausgangslage:
Die Transjurane (A16) wurde 1984 in das Netz der Nationalstrassen integriert. Sie durchquert die Jura-Ketten und verbindet die A5 bei Biel mit der RN19 in Boncourt an der französischen Grenze.
Auftrag:
Das Consortium LTB unter Projektleitung von Gähler Partner hat als Ingenieurgemeinschaft vom Kanton Jura den Auftrag für die Projektierung und örtliche Bauleitung.
Projekt:
Der Tunnel de Bure durchquert den Tafeljura mit Kalk- und Mergelformationen. Neben den potentiellen Quellproblemen in den Mergelformationen mit Drücken bis 1.2 MPa bilden Karsterscheinungen in den Kalkformationen die wesentlichen Gefährdungsbilder. Mit der Erstellung eines Pilot- und Sicherheitsstollen konnten zuverlässige geologische Grundlagen bereitgestellt werden.
Nach der Erstellung des Pilot- und Sicherheitsstollens mit einer TBM (D=3.6 m) wurde mit dem Bau der Hauptröhre mit einer Tunnelbohrmaschine (D=12.6 m) mit Schild und Tübbingeinbau begonnen.
Der Tunnel de Bure besteht aus folgenden Elementen:
- Zweispurröhre im Gegenverkehr mit 3'059 m Länge
- Sicherheitsstollen mit 3.6 m Ausbruchdurchmesser parallel zur Hauptröhre
- 3 Austellbuchten
- 3 befahrbare und 7 begehbare Querverbindungen
- 2 Portalzentralen im Tagbaubereich
- 1 Lüftungszentrale in Tunnelmitte mit drei Schachtverbindungen (H = 28 m) von der Terrainoberfläche zum Tunnel
Beim Projekt ist die spätere Realisierung einer zweiten Tunnelröhre vorbereitet (Portalzonen)